Wir leben in einer Gesellschaft, die uns permanent unter Druck setzt: Man muss wer sein, was können, was leisten, dabei gut aussehen und Geld haben natürlich auch. Wir leben in einer Gesellschaft, die uns permanent unter Druck setzt: Man muss wer sein, was können, was leisten, dabei gut aussehen und Geld haben natürlich auch. Ich erlebe, dass Menschen sich aber v.a. dann wertvoll fühlen, wenn sie ihren Wert nicht von äußeren Dingen abhängig machen. Menschen zum Beispiel, die uns sagen: Ich mag dich, so wie du bist. Wir Christen glauben, dass Gott jeden Menschen liebt - egal, wie er aussieht, was sie besitzt oder wo er herkommt. Dieser Gott will, dass es mich gibt. Genau so, wie ich bin. Einzigartig. Für ihn ist jeder Mensch gleich wertvoll!
Es ist Ferienzeit, und auch wer nicht in Urlaub fährt, kann etwas verschnaufen: Alles läuft in diesen Tagen ein bisschen gemächlicher. Nur müssen wir uns auch erlauben, „einen Gang runterzuschalten“. Wir sind es ja gewohnt, immer in Aktion zu sein. Selbst in der Freizeit meinen wir oft, möglichst viel unternehmen zu müssen. Daher ist die Versuchung groß, die Sommerwochen zu nutzen, um allerlei Unerledigtes aufzuarbeiten, oder aus dem Urlaub so viel wie möglich an Erlebnissen „herauszuholen“. Aber zur wirklichen Erholung gehört auch, einfach mal… gar nichts zu tun: die Seele baumeln zu lassen – und ganz bei mir selbst anzukommen.
„Das Leben ist eine Pralinenschachtel. Man weiß nie, was man bekommt", sagt Forrest Gump im gleichnamigen Film. Ein weiser Spruch. Wir wissen ja tatsächlich nie, was uns das Leben bringt. Wir können noch so gut planen – oft kommt es anders als gedacht. Manchmal sind es schöne Überraschungen, manchmal aber auch böse, die uns aus der Bahn werfen. In der Bibel heißt es: „Meine Zeit steht in deinen Händen“ (Ps 31,16). Darin steckt viel Vertrauen. Was war und ist und was kommt – Gutes wie Schweres, Frohes und Unbegreifliches: Wir sind nie allein. Egal, was kommt. Gott hält uns in seiner Hand.
Die große Hitze belastet Viele: Wir sind langsamer, erschöpfter und auch gereizter als sonst. An der Temperatur können wir nichts ändern. Aber wir können versuchen, mehr auf uns zu achten und auf das, was wir brauchen: Etwas weniger tun und Ruhepausen einlegen, um uns körperlich zu erholen und innerlich wieder gelassener zu werden. Dazu kann man durchaus auch eine Kirche betreten: Hier ist es in der Regel kühler und meistens auch angenehm still; es herrscht eine besondere Atmosphäre, die zum Abschalten und zur Besinnung, zum Kräftesammeln und Auftanken einlädt – und vielleicht auch zu einem kurzen Zwiegespräch mit Gott.
Unser Kopf ist gedanklich ständig am Arbeiten – nur sind es meist keine schönen Dinge, die uns innerlich umtreiben: Ängste, Sorgen, Verletzungen und Ärger beschäftigen uns mehr, als sie es wert sind. Unser Gehirn ist leider so gestrickt, dass es Bedrohlichem mehr Beachtung schenkt als guten Erlebnissen, und negative Emotionen wirken in uns besonders intensiv. Wir können uns allerdings selbst ein bisschen austricksen, indem wir unsere Aufmerksamkeit auf die schönen Dinge im Leben richten und gute Gedanken und Gefühle bewusst stärken. Ein Kinderbuch motiviert dazu mit einem wunderschönen Bild: Wir sollten uns einfach immer wieder Blumen in den Kopf pflanzen!
Selbstfürsorge wird derzeit groß geschrieben: „Gönnen Sie sich etwas! Sie sind es wert!“ So prasselt es in der Werbung auf uns ein, damit wir angeregt werden, dies oder jenes für unser Wohlbefinden zu kaufen. Aber diese Rechnung geht nicht auf. Natürlich kann ich mich an vielen Dingen freuen; natürlich ist es schön, Angebote der Wellness-Industrie zu genießen. Aber das Entscheidende können nur wir selbst uns ermöglichen: Einfach bei uns selbst sein, bewusst den Augenblick spüren – und dabei vielleicht erahnen, das wir von etwas Größerem, von einem liebenden Gott getragen sind. Solche Momente sind wie ein Atemholen für die Seele.
Manchmal sehen wir unversehens ein lächelndes Gesicht, wo eigentlich gar keines ist. Das verdanken wir unserem Gehirn, das immer und überall nach bekannten Mustern sucht, und weil wir Menschen soziale Wesen sind, erkennt es besonders gerne Gesichter. Meist reichen uns dafür schon ein paar wenige Anhaltspunkte: Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist das Lachgesicht! Darum kann es sein, dass uns plötzlich zwei Spiegeleier und ein Speckstreifen vom Teller aus anlachen – und vielleicht unsere schlechte Laune vertreiben. Die Welt lächelt uns zu – lächeln wir doch einfach zurück!
Die Kommunalwahlen stehen vor der Tür: Parteien werben mit ihren Slogans, Kandidat(inn)en bitten um Ihr Vertrauen. Die Entscheidung ist nicht immer leicht, und manche empfinden angesichts der langen Namenslisten die berühmte Qual der Wahl. Tatsächlich fällt es uns meistens umso schwerer, uns zu entscheiden, je zahlreicher die Möglichkeiten sind. Das ist in allen Lebensbereichen so: Sei es im Restaurant, am Kleiderschrank oder eben an der Wahlurne. Die perfekte Lösung gibt es selten. Entscheidungen kosten darum Zeit, Aufmerksamkeit und Kraft. Aber dass wir überhaupt eine Wahl haben, ist ein Zeichen von Freiheit. Und diese Freiheit sollten wir schätzen, nutzen – und schützen.
Haben Sie heute schon ein Kompliment bekommen? Dass Sie gut aussehen, dass Sie etwas toll hinbekommen haben, dass Sie ein wunderbarer Mensch sind? ... Wir alle genießen Komplimente - sie machen gute Laune, bestärken und beflügeln uns. Darum sollten wir selbst auch ruhig freigebig mit Komplimenten sein. Leider richten wir unseren Blick jedoch meistens auf das, was uns negativ am anderen auffällt und woran wir uns stören. Doch Schönes und Liebenswertes ist in jedem Menschen zu finden - wenn wir nur aufmerksam dafür sind. Und wenn wir uns trauen, es auch laut auszusprechen, dann zaubern wir ihm oder ihr damit ganz schnell ein Lächeln ins Gesicht!
Feuer und Flamme für etwas sein - das sagen wir, wenn wir von etwas total überzeugt sind. Dann setzen wir uns auch gerne dafür ein, engagieren uns gegen alle Widerstände und strahlen Begeisterung aus. Feuer und Flamme waren die ersten Christ/innen von ihrem Glauben daran, dass Gott das Leben und das Wohl aller Mensch will. Das posaunten sie in die Welt hinaus und setzen sich mit all‘ ihren Kräften dafür ein. Am Pfingstfest wird in den Kirchen daran erinnert, damit auch wir uns davon inspirieren lassen. Denn immer noch und immer wieder braucht es Begeisterte, die für die Liebe brennen und mithelfen, dass alle Menschen ein gutes und erfülltes Leben führen können.