Wunder

Film im Gespräch
„Auggie“ ist humorvoll, schlau und liebenswert, hat eine tolle Familie und ist dennoch seit seiner Geburt ein Außenseiter. Denn er hat aufgrund eines Gendefektes ein stark entstelltes Gesicht, das es unmöglich erscheinen lässt, dass er auf eine reguläre Schule geht. Stattdessen wird er zu Hause von seiner Mutter Isabel unterrichtet. Im Alter von zehn Jahren aber, starten die Eltern den Versuch ihn doch am üblichen Schulbetrieb teilnehmen zu lassen. In der Schule lernt er trotz anfänglicher Schwierigkeiten, sich mit seinem Äußeren zu arrangieren und findet schnell neue Freunde.
Stephen Chboskys filmische Adaption des Kinder- und Jugendbuches „Wunder – sieh mich nicht an“ von R. J. Palacio lebt von der vielfach bekannten Ausgangssituation, dass auf dem Schulhof schon geringe Normabweichungen Hohn, Spott und handfestes Mobbing hervorrufen können. Durch den mehrfachen Wechsel der Erzählerperspektive erfährt das emotionsgeladene Familiendrama mit Coming-of-Age-Einschlag aber einen ungewöhnlichen Facettenreichtum, der in einem nahezu märchenhaften Schluss gipfelt.
Nach dem Film besteht die Möglichkeit zum Gespräch.