Datum:
Veröffentlicht: 6.5.20
Von:
Helga Melzer-Keller

Es ist seltsam, im öffentlichen Raum eine Maske tragen zu müssen. Wir sind es gewohnt, einander ins Gesicht zu sehen – und nun bleiben uns nur noch die Augen. Glücklicherweise sind gerade sie das Entscheidende: Wir können einen anderen nur an seinen Augen erkennen und uns allein mit Blicken verständigen. Man sagt sogar, die Augen sind die Fenster zur Seele (Hildegard von Bingen, 12. Jahrhundert); denn sie zeigen ganz unmittelbar, was wir fühlen. Durch sie können wir manches sogar deutlicher zur Sprache bringen als mit tausend Worten. Darum schenken Sie dem anderen auch mit Maske einen offenen und wohlwollenden Blick!