Kotztüten für den Kirchenfrust

Gesprächsabend mit kirchlichen Mitarbeiter/inne/n
Gut zwanzig Interessierte fanden sich am Donnerstag, den 24.03. abends im Pfarrsaal von St. Heinrich ein, um ihren Kirchenfrust angesichts von Missbrauch und Kirchenkrise in der katholischen Kirche abzuladen. Eingeladen hatten dazu die kirchlichen Mitarbeiter/innen des Dekanats Fürth, die dann auch fast vollzählig zum Gespräch erschienen waren. Moderiert wurde die Diskussion von Kathi Petersen von der Katholischen Erwachsenenbildung Nürnberg.
Zu Beginn verteilte Dekan Hermany symbolisch Kotztüten, und Bildungsreferent Daniel Spielmann gab Slogans von airline-Kotztüten zum Besten, zum Beispiel "Übergeben ist seliger als nehmen". "Zum Kotzen" fanden die Anwesenden dann auch vieles, was sie in der Kirche erleben, nicht nur den vielfachen sexuellen Missbrauch und dessen Vertuschung, sondern auch Klerikalismus, Ausgrenzungen, mangelnde Gleichberechtigung und einen schlechten Stil im Umgang mit engagierten Ehrenamtlichen.
Schnell wurde deutlich, dass auch die anwesenden Hauptamtlichen an den Grenzen und Schwächen der Institution leiden; gleichzeitig erzählten sie, was sie weiterhin an der Kirche festhalten lässt: die Begeisterung für die Botschaft Jesu, die gleichberechtigte und gute Zusammenarbeit im Team und in den Gemeinden vor Ort sowie die Hoffnung, dass durch den Druck von unten nach und nach in der Gesamtkirche etwas in Bewegung kommt.